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Depressionen

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Kann CBD bei Depressionen helfen? Nach Schätzungen von Experten leidet einer von fünfzehn Erwachsenen jährlich an Depressionen. Zudem hat jeder sechste Mensch mindestens einmal in seinem Leben mit Depressionen zu kämpfen.

Jeder, der schon einmal selbst unter Depressionen gelitten oder einen geliebten Menschen bei Depressionen erlebt hat, weiß, wie lähmend diese Krankheit sein kann.

Hilft CBD bei Depressionen?

Zum Glück erkennen immer mehr Betroffene, dass CBD Öl eine natürliche Behandlungsalternative für ihre Depression ist. Um es klar zu sagen: CBD kann keine Depression heilen. Studien zeigen jedoch, dass CBD eine positive Wirkung auf unseren Körper hat und so die Symptome einer Depression lindern kann. Das hilft bei dem Weg aus der Depression.

Aber wie genau wirken CBD-Produkte im Körper und wie lindern sie die Beschwerden, die mit einer Depression einhergehen? In diesem Artikel wollen wir diese Fragen einmal näher beleuchten. Dazu müssen wir zunächst einige grundsätzliche Dinge klären.

Was ist eine Depression?

Eine Depression kann durch unglückliche Ereignisse oder Traumata ausgelöst werden. Sie kann aber auch genetisch bedingt sein. Unabhängig von der Ursache sind die Symptome jedoch oft dieselben: Traurigkeit, Verlust der Freude an Vergnügungen und Aktivitäten, Wechsel des Appetits, Schlafprobleme, Antriebslosigkeit sowie ein Gefühl der Wertlosigkeit. Zugleich kommt es zu Problemen bei der Denk- und Konzentrationsfähigkeit, ebenso wie bei der Entscheidungsfindung.

Die menschliche Neurochemie spielt bei der Depression eine Rolle, es ist aber umstritten, ob Depressionen von chemischen Ungleichgewichten im Gehirn herrühren. Die Wissenschaftler sind sich einig, dass das Niveau der Neurotransmitter während einer Depression absinkt. Das ist aber eher ein Symptom einer Depression und nicht ihr Auslöser.

Zwei der von Depressionen beeinträchtigten Neurotransmitter sind Serotonin und Dopamin. Die Menge des Serotonins und Dopamins im Körper wird vom Essverhalten, sportlichen Aktivitäten, dem Befinden und dem Stressniveau beeinflusst. Dazu durchgeführte Untersuchungen haben ergeben, dass die Körperfunktionen mancher Personen, die unter Depressionen leiden, im Hinblick auf die Weiterleitung von Serotonin und Dopamin beeinträchtigt sind. Hier kommen die CBD-Produkte ins Spiel.

Cannabidiol (CBD) ist eine der über 60 natürlichen Verbindungen in der Cannabispflanze. Im menschlichen Körper sind die Endocannabinoide Moleküle, die als chemische Botenstoffe im Endocannabinoid-System fungieren. Das ist der Teil unseres Nervensystems, der Cannabinoid-Rezeptoren enthält. Die Rezeptoren reagieren auf Cannabinoide und weisen den Körper an, bestimmte Dinge zu tun. Der menschliche Körper produziert von Natur aus seine eigenen Cannabinoide aus Fettsäuren. Diese finden sich in Nüssen, Samen und Fisch. Die körpereigenen Rezeptoren reagieren aber natürlich auch auf von außen zugeführte Cannabinoide der Cannabispflanze.

Anders als das berauschende THC interagiert CBD eher indirekt mit den Zellrezeptoren. Zugleich hat CBD die besondere Fähigkeit, direkt mit anderen Zellrezeptoren zu interagieren. Dazu gehören auch die Rezeptoren für Serotonin und Dopamin. Wenn CBD eingenommen wird, beeinflusst das die Gehirnaktivität und führt, als Nebeneffekt, zu einer Ausschüttung von Serotonin und Dopamin.

Zwei neuere Studien belegen die positiven Wirkungen von CBD bei Depressionen. Eine der Studien wurde 2011 durchgeführt. Dabei ergaben sich „viele Beweise dafür, dass die Endocannabinoide wichtige Regulatoren bei der Reaktion auf Stress sind“. Man kann deshalb davon ausgehen, dass pflanzliche Cannabinoide wie CBD bei einer Depression dabei helfen können, die Reaktion der betroffenen Person auf Stress zu regulieren.

Weitere Studien wurden von José Alexandre Crippa und seinen Kollegen an der Universität von São Paulo in Brasilien sowie der Universität King’s College London durchgeführt. Dabei stellte man fest, dass CBD in hohen Konzentrationen den Serotoninrezeptor 5-HT1A direkt aktiviert und so eine angstlösende Wirkung entfaltet.

Fazit

Inzwischen gibt es viele Berichte und unabhängige Studien, die den Betroffenen Hoffnung auf eine natürliche Linderung machen. Natürlich bedarf es aber noch weiterer Untersuchungen, bevor CBD als Alternative zu verschreibungspflichtigen Medikamenten angesehen werden kann. In jedem Fall sollten Sie, wenn Sie an Depressionen leiden, alle Änderungen in der Behandlung vorher mit einem Arzt besprechen.

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