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Schlafstörungen

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Hilfe bei Schlafstörungen

Schlaf, Schlafgesundheit und CBD, das Cannabidiol aus der Hanfpflanze!

Dass Schlaf weitaus mehr ist, als der kleine Bruder des Todes, wird der Mensch und jedes andere Lebewesen beim sogenannten Schlafentzug gewahr. Diese Methode wird auch Schlafdeprivation genannt und findet in der Schlafforschung regen Zuspruch. Insofern benötigt nahezu jedes höhere Lebewesen Schlaf und dies nicht nur aus erholsamen Gründen. Die Bedeutung von Schlaf tritt durch Schlafstörungen wie Schlafmangel oder Jetlag, einer Schlaf-Wach-Rhythmusstörung, besonders gut zutage und sollte demzufolge nahezu jedem bekannt sein.

Dem Schlaf werden somit lebenswichtige Funktionen zuteil, die weit über das körperliche Ausruhen hinausgehen. Zwar dient der Schlaf zunächst erst einmal der Erholung, jedoch haben einige innere Prozesse nunmehr auch an Aktivität hinzugewonnen und befinden sich demzufolge überhaupt nicht im Ruhemodus. Rein physiologisch betrachtet, dient der Schlaf hauptsächlich der Blutdrucksenkung und Körperregeneration und ist zudem aus psychologischer Sicht von hohem Interesse. Die Verarbeitung von Tageserlebnissen ist demzufolge genauso wichtig, wie die körperlichen Optimierungen im Schlaf. Gesunder und guter Schlaf sollte somit ungestört und im Dunkeln stattfinden. Des Weiteren sollte die Aktivität digitaler Geräte ausgeschaltet werden, um die negativen Einflüsse von Blaulicht auszuschalten. Laut einer OECD Studie sollte die Schlafdauer mindestens 5 bis 12 Stunden pro Tag betragen. Viele gesundheitliche Probleme moderner Industrieländer sind auf Schlafmangel sowie damit verbundene Einschlafprobleme zurückzuführen. In Deutschland allein leiden daran ca. 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung. Umso wichtiger ist es Aufklärung zu betreiben.

Was bewirkt Schlaf und Schlafmangel?

Per Definition ist der Schlaf ein innerer und äußerer Zustand der Ruhe, welcher zu physiologischen Veränderungen führt. Dazu gehören die Atemfrequenzreduzierung, die Relaxation des Ruhepulses sowie eine Entspannung der Körpergliedmaßen. Des Weiteren durchläuft das Gehirn in der Nacht verschiedene Schlafphasen, die REM- sowie NREM-Schlafphasen, welche sich anhand der Gehirnaktivität widerspiegeln lassen. Bekommt der Körper zu wenig Schlaf versucht dieser den Schlaf zunächst nachzuholen. Gelingt dies nicht, führt dies automatisch zu schwerwiegenden Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sowie einem erhöhten Stress. Werden die Schlafstörungen chronisch, steigt das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung rapide. Gleichermaßen hat dies Auswirkungen auf das Immunsystem, welches im Schlaf seine Aktivität hochfährt. Psychologisch betrachtet steigt bei Schlafmangel, dass Risiko an einer Depression zu erkranken. Wie wir sehen, ist es somit äußerst wichtig für einen gesunden Schlaf zu sorgen. Ist CBD demnach schlaffördernd?

Die schlaffördernde Wirkung von CBD, die Studienlage!

Die Hanfpflanze Cannabis wird bereits seit der Antike zur Behandlung von Schmerzen und Einschlafproblemen verwendet. Die medizinische Teillegalisierung von Cannabis sowie dessen arzneimitteltechnische Zulassung in Form von Medikamenten wie Sativex und Dronabinol führte auch hierzulande zu einer Neubewertung und Einstufung. Infolgedessen gibt es hinsichtlich der Schlafproblematik sowohl klinische als auch präklinische Studien.

Präklinische Studien wurden nahezu ausschließlich mit dem Modellorganismus Ratte vorgenommen. So wurde in der 2006 veröffentlichten Studie „Cannabidiol, a constituent of Cannabis sativa, modulates sleep in rats“ bereits in der Überschrift darauf hingewiesen, dass Cannabidiol den Schlaf moduliert. Vielmehr agierte der Wirkstoff vermehrt in der Aufwachphase durch Neuronen Aktivierungen in verschiedenen Gehirnbereichen. Dies führte zu einer Erhöhung des Dopaminspiegels. Demzufolge ist die Annahme, dass CBD bei Schlafstörungen wie übermäßiger Schläfrigkeit von therapeutischem Wert sein könnte. Andere Studien hingegen belegen, dass Cannabidiol (CBD) ebenfalls Auswirkungen auf den Tiefschlaf hat, der sich zwar verlängerte jedoch die Latenzzeit zur REM-Phase kürzte.

In klinischen Studien wiederum wurde die Wirkung des Arzneimittels Sativex bei chronischen Schmerzpatienten im Zusammenhang mit Schlaf an 2000 Probanden untersucht. Hier wurde die milde aktivierende Wirkung von CBD und die leicht sedierende Wirkung des THC hervorgehoben, welche zu deutlichen Schlafverbesserungen der beteiligten Schmerzpatienten führten. Zu einem gleichen Ergebnis kam die 2004 veröffentlichte Studie „Effect of Δ-9-Tetrahydrocannabinol and Cannabidiol on Nocturnal Sleep and Early-Morning Behavior in Young Adults“, welche ebenfalls darauf hinweist, dass CBD der sedierenden Wirkung von THC entgegenwirkt und eher einen therapeutischen Wert bei ständiger Schläfrigkeit hat. Dies ist gerade für depressive Menschen interessant, da psychische Tiefs oftmals von Müdigkeit begleitet werden. Der schlaffördernden Wirkung von Cannabis steht somit die aktivierende Wirkung des CBD allein gegenüber. Vielmehr scheint CBD Schlafverhaltensstörungen zu reduzieren, wie die 2014 veröffentlichte Studie „Case ReportCannabidiol can improve complex sleep-related behaviours associated with rapideye movement sleep behaviour disorder in Parkinson’s disease patients: a caseseries“ an Patienten mit Parkinson nahelegt. Allem Anschein nach sind beide Stoffe CBD und THC für die Schlafgesundheit fördernd, dies jedoch nur gemeinsam.

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